Eagle Plains – Inuvik

In aller Frühe machen wir uns auf den Weg. Erstes Ziel ist der Polarkreis, wo wir in herrlicher Kulisse der Richardson Mountains frühstücken. Die Sonne steht noch tief und scheint unter der Wolkendecke durch auf unseren Frühstückstisch.

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 Durch die Richardson Mountains geht es weiter nach Norden. Wir verlassen den Yukon nach gefühlt unendlicher Strecke und erreichen die Grenze zu den Northwest Territorries.
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Die Schotterpiste schlängelt sich Kilometer für Kilometer durch die Tundra. Immer wieder kommen uns Trucks entgegen, die eine gigantische Staubwolke hinter sich herziehen. Die Sicht ist dann erstmal gleich Null, weshalb man gut beraten ist, langsam zu fahren, um nicht in eine Folge von Schlaglöchern zu fahren. Auf der gesamten Strecke treffen wir immer mal wieder auf einsame Baumaschinen oder ganze Kolonnen, die mit schwerem Gerät die Straße ausbessern. Das heißt Tonnen von Schotter auf die Fahrbahn kippen, danach gleichmäßig verteilen und dann verdichten. Da heißt es dann rechts oder links vorbeifahren, wo halt eben Platz ist. Bei km 539 kommen wir zum Peel River Crossing. Die kostenfreie Überfahrt erfolgt mit einer kleinen Fähre, die an einem über den Fluß gespannten Stahlseil entlang gezogen wird. Die Auf- und Abfahrt auf die Fähre geht über eine Klappe, die auf das unbefestigte Ufer aufgelegt wird.
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Eine weitere Flußüberquereung steht an. Diesmal über den MacKenzie River, der hier schon mächtig breit ist. Die Strömung ist hier deutlich zu sehen und zu spüren. Das weitverzeigte Delta des MacKenzie ist nach dem Amazonas und Mississippi das drittgrößte Flußdelta der Welt.
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Das Wetter wird ab dem Nachmittag sehr sonnig und in der Mittagspause ist es in der Sonne fast schon unerträglich heiß. Nach schier unendlicher Fahrt durch arktische Fichtenwälder erreichen wir bei km 736 das Ende des Dempster Highway, das Städtchen Inuvik mit 3485 Einwohnern.
Um 5 Uhr nachmittags zeigt das Thermometer der Main Street 16 Grad. Wir sind 330 km nördlich des Polarkreises!!!
Abends wollten wir Rentier essen, aber das Restaurant hat schon um 8 Uhr zugemacht. Vielleicht morgen, aber das muss noch auf jeden Fall sein. Also war Selbstgrillen am Lagerfeuer angesagt. Aber da der Sonnenuntergang wieder mal 5 Stunden dauert, ist keine Eile geboten. Um 23 Uhr ist es ja noch taghell.

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