02.09. Halifax Airport – Pictou

Gestern Abend hatten wir noch versucht, durch eifriges Umpacken, das 32 kg Limit der Koffer nicht zu überschreiten. Zum Glück hatten wir eine Kofferwaage dabei. Danach ging zum letzten Frühstück im Hotel. Wir hatten ja schon überlegt, wie wir den Tag bis zum Einchecken heute ab 19 Uhr verbringen wollten und wollten noch eine Rundtour durch einen Teil der Insel machen, wo wir noch nicht waren. Wir waren an ein paar wirklich netten Plätzen. Aber der Oberhammer war das Museum, das wir am Ende noch besuchten. Es hieß ganz einfach „Tin Shop“, aber als wir es betraten, wurde man in eine andere Welt geschickt. Unglaubliche Sammlungen aus der Zeit um 1900 waren auf zwei Etagen verteilt. Unter anderem gab es einen Gemischtwarenladen mit Werkzeugen, einen „Hardware Store“ und eine Blechwerkstatt, in der a l l e Milchkannen von Nova Scotia in Handarbeit hergestellt worden sind. Eine reizende Dame führte uns durch das Haus und erzählte uns allerhand Anekdoten rund um einige skurrile Gegenstände.

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Danach machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, um den Mietwagen zurückzugeben und einzuchecken. Am Schalter stand schon eine lange Schlange und bald stellte es sich heraus, dass unser vorgesehenes Flugzeug, das um 20 Uhr in Halifax landen sollte, wegen technischer Probleme nach dem Start wieder nach Frankfurt umkehren musste. Der Flug wurde um 24 Stunden verschoben 😱

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Große Hektik brach aus. Da Labourday-Wochenende war, waren alle Hotels in Halifax und weiterer Umgebung ausgebucht. Die eine Alternative wäre eine Nacht und ein Tag auf dem Flughafen gewesen. Die andere Möglichkeit war mit dem Taxi zu einem Motel 120 km entfernt und dort übernachten. Irgendwie bekamen wir trotz gegenteiliger Berichte anderer Reisenden doch noch einen Mietwagen und waren so natürlich viel flexibler und konnten den nächsten Tag noch als Urlaubstag nutzen. Wir fuhren damit quer über die Insel nach Pictou. Dort waren wir ja schon vor 2 Wochen. Nachdem wir unseren Zimmerschlüssel geholt haben, gingen in das wohl noch einzig offene Restaurant. Wir konnten vor der Kneipe „Fat Tony’s“ parken und sahen schon von draußen, dass ein Gitarrist spielte. Außer uns waren noch 3 Gäste da und so wurden wir vom Künstler persönlich begrüßt und mussten unsere Geschichte erzählen. Nach dem nächsten Lied kamen noch ein Mutter-Tochter Gespann aus Winnipeg (Manitoba) von der Bar an unseren Tisch und wir unterhielten uns prächtig. Der Gitarrist spielte inzwischen unsere Musikwünsche (Led Zeppelin, Eagles, Bob Seger…) Zum Schluss stellten wir noch fest, dass wir im selben Motel die nebeneinanderliegenden Zimmer haben. Wir wurden noch zu einem Drink eingeladen und saßen bis um 2 Uhr morgens auf der Veranda und sprachen über Gott und die Welt.

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